Emba vom Mürzer Oberland

Dieser Hund ist mein Schatten. Emba geht überall hin, wohin ich hin gehe. Sie jagt mit mir, sie ist mein Bürohund, mein "Beifahrer", mein Urlaubshund, mein Kindertröster. Sie kann meine Körpersprache lesen, wie selten ein Hund vor ihr. 

Emba ist ein sehr gelehriger und leichtführiger Jagdhund. Ihre Grundruhe ist der Fels, auf den wir unsere Arbeit aufbauen. Sobald ich die grünen Jagd-Klamotten anziehe, interessiert selbst die anstehende Mahlzeit nicht. Und das heißt bei einem Spaniel viel. Sie will arbeiten und liebt ihre Aufgaben im Revier.

Emba ist ein Wasserhund, wie er im Buche steht. Seit ich sie führe, ist die Entensaison das Highlight im Jagdjahr. Welche Temperaturen das Wasser hat, spielt keine Rolle, wenn es um Ente, Gans oder Komoran geht. Ihre Passion ist hier besonders beeindruckend. Ihre zweite Leidenschaft ist der Fuchs. Wo immer Witterung dieser Wildarten zu finden ist, kennt Emba keine Erschöpfung. Leidenschaft ist nun mal Leidenschaft. 

Emba verfügt über einen exzellenten Spurlaut, der ihr mit einer 8 auf einer AZP bescheinigt wurde. Fährten- und Sichtlaut gehen damit einher und wurden auf Prüfungen zusätzlich bescheinigt. Auf Drückjagden geht sie mit mir durch. Hier arbeitet sie gründlich und geht nicht weiter als maximal 100- 200 Meter. 
Sie apportiert leidenschaftlich vom Kaninchen über Waschbär bis hin zum Komoran. Auf der Rotfährte arbeitet sie - typisch für einen Stöberhund - noch zu schnell. Hier stehen die Freude an dieser Arbeit diametral der Ruhe und Gründlichkeit gegenüber.  Daran müssen wir arbeiten. 
Emba hat die AZP und Ende September 2025 auch die HZP im zweiten Preis beim Verein Jagdgebrauchsspaniel e.V. bestanden (Arbeit an der lebenden Ente  8). Damit ist sie als spurlauter Hund uneingeschränkt zuchttauglich.

Charakterlich ist Emba ein freundlicher Spaniel, den selbst Menschen mit Angst  vor Hunden schätzen. Ärger mit Artgenossen geht sie aus dem Weg. Wenn einer allerdings zu aufdringlich wird, macht sie ihren Standpunkt klar, ohne nachzuhalten. Im Haus verliert sie selten einen Ton, es sei denn, jemand betritt ohne Einladung das Grundstück. Der wird verbellt.

Insgesamt ist Emba mein Herzenshund. Auch wenn sie selbstverständlich eine gewisse Zeit alleine bleiben kann, habe ich sie eben doch gerne als meinen  Schatten bei mir. 

Churchill mein Waidgesell

Churchill verdankt auch seinen Rufnamen "Winston" dem berühmten englischen Staatsmann. Schon in seinen frühen Welpentagen erinnerte die Leibesfülle, Attitüde und aufblitzende Klugheit an die schillernden britische Persönlichkeit. Allein die Zigarre fehlte. Als Züchter ist es relativ unsinnig, sich einen Rüden zu behalten. Winston war jedoch schon im Alter von 3 Wochen so zugewandt und aufmerksam, wie ich selten  einen Welpen erlebt habe. Im Grunde hat er mehr mich ausgesucht, als ich ihn. Hinzu kam, dass es mein langgehegter Wunsch war, mal wieder einen Rüden zu führen. An seiner aufgeweckten Art, seinem Charme und seiner Neugierde im Revier erfreue ich mich seit dieser Entscheidung jeden Tag mehr. Das ist schlicht und ergreifend ein mega cooler Waidgesell. Mal schauen...

Emba und Winston auf Insta

Wir haben einen kleinen Instagram Account mit Videos und Fotos von Emba und Churchill (Winston).

und ich

Mein Name ist Kristina Krost. Ich komme aus einer Jäger- und Züchterfamilie. Meine Eltern waren beide Jäger. Meine Mutter gehörte in ihrer Generation zu den wenigen jagenden Frauen in Deutschland und hat die Arbeit mit den Hunden ebenso geschätzt, wie mein Vater. Die beiden waren in der Hundeausbildung ein sehr gutes, erfolgreiches Team. Bis heute berät sie mich in Zucht und Ausbildung unserer Hunde.

Die Gründung des Verein Jagdgebrauchsspaniel e.V. und seine Weiterentwicklung begleitet mich seit frühster Jugend. All mein Wissen, basiert vor allem auf der Arbeit mit meinem Vater, seiner Zucht, seiner Hundeausbildung, seinen Erfahrungen als JGHV-Prüfungsrichter und seiner unstillbaren Neu- und Wissbegierde im jagdkynologischen Bereich. Ich freue mich, dass der Verein nach dem Tod meines Vaters sein Gedenken hoch hält und immer noch nichts unversucht lässt, der Jägerschaft einen vielseitig verwendbaren Jagdhund zur Verfügung zu stellen. 

Emba, Winston und ich  jagen mit unseren Freunden in NRW im eigenen Revier vor der Haustür mit Reh-, Schwarz-, Flug-, Raubwild.  
Für mich gibt es nichts schöneres als die Arbeit mit meinen Hund. Wir pirschen, wir arbeiten am Wasser, wir sitzen an, wir gehen auf Drückjagden mit den Treibern durch. Zu verstehen, wie der Jagdhund lernt, wie er Gelerntes anwendet und wann ihn seine Instinkte das Richtige tun lassen, ist für mich das spannendste überhaupt. Klar hat Emba manchmal ihren eigenen Kopf. Muss sie, wenn sie selbständig jagen soll. Aber wenn man mit Dackeln groß geworden ist, dann ist ein Spaniel-Dickkopf ein nicht vergleichbares Kaliber.